Blauer Himmel? Pah! Fehlanzeige! Der Himmel über uns war so grau, dass selbst eine Betonwand gesagt hätte: „Boah, bisschen Farbe wäre schon nice.“
Aber: Auf dem Weg nach Khao Lak wird der Regen immer weniger. Offenbar hat er gemerkt, dass wir keinen Bock mehr haben, und sich gedacht: „Okay Leute, zieht weiter. Muss ich andere Urlauber nerven.“
Die Fahrt dauert ungefähr zweieinhalb Stunden – also perfekt, um fünfmal die Sitzposition zu wechseln, zweimal in existenzielle Langeweile abzurutschen und sich einbilden, man könne Thai-Schrift lesen (nein, kann man nicht).
Unser Hotel liegt etwas außerhalb, so nach dem Motto:
„Es ist nicht weit – außer, man läuft. Dann ist es sehr weit.“
Aber dafür: Hotelzimmer, Pool, Strand – alles so schön, dass man schon nach fünf Minuten überlegt, ob man nicht spontan auswandern sollte.
Frühstück? Ein Traum! Drei Sorten Käse! Sogar Blauschimmel! Jan war kurz davor, den Käse zu adoptieren und auf den Namen Sir Blauschimmlington III zu taufen.
Und dann – Highlight des Hotels – der Pfau.
Dieser Pfau läuft jeden Morgen am Buffet rum wie ein Restaurantkritiker mit Haute-Couture-Ansprüchen:
„Hmm… Croissants zu wenig knusprig. Müsli akzeptabel. WER hat die Wassermelone SO geschnitten?!“
Dann machen wir eine kleine Wanderung zum „Small Sandy Beach“. Klingt putzig – ist aber eigentlich:
„Lauf 30 Minuten, schwitz wie ein Profi-Saunierer, spring ins Wasser, realisiere, dass du kein Handtuch hast, und geh dann zurück wie ein nasser Keks.“
Nachmittags dann Wellness-Profi-Level: Pool – Massage – Abendessen – Bier – Bett.
Wir haben diesen Ablauf so perfektioniert, dass uns das Olympic Committee für 2028 angefragt hat.
Tag zwei: Wir planen eine epische Wanderung zum Wasserfall. Also so richtig Indiana-Jones-mäßig.
In Realität:
Wir schaffen’s bis zum kleinen Wasserfall.
Weil die Straße nach oben so steil ist, dass selbst Ziegen sagen würden: „Nee Leute, macht mal allein. Das ist mir zu krass.“
Und es regnet NICHT!
Es ist warm!
Fast sonnig!
Unsere Körper wussten gar nicht, wie sie damit umgehen sollen.
Nachmittags wieder das große Urlaub-Programm: Pool – Meer – Massage – Essen.
Wir sind im Rhythmus unseres Lebens.
Morgen geht’s weiter nach Ranong.
Ich erwarte entweder blauen Himmel oder zumindest einen Himmel, der nicht aussieht wie der Laptop-Bildschirm, nachdem man den Energiesparmodus aktiviert hat.