Ranong

Der Tag begann wie immer: Wir sitzen im luxuriösen Privattransfer, fühlen uns wie Promis.

Zweieinhalb Stunden Fahrt, 200-irgendwas Kilometer, Fahrer*in mit Rallye-Potenzial und ein Auto, das so bequem war, dass wir kurz dachten, wir hätten es verdient.

Ranong – oder: Willkommen im großen Überraschungsei Thailands

Im Hotel angekommen, Koffer abgegeben, aber das Zimmer hatte noch „Mittagspause“.

Also auf zur Restaurantsuche. Laut Google fanden wir den drittbesten kleinen Shop. Wenn das die Nummer 3 war, möchten wir die Nummer 7 wirklich niemals kennenlernen.

Bestellt: klare Hühnersuppe.

Bekommen: Hühnersuppe Extra Hardcore – mit Blutklumpen, Chickenfeet und mysteriösem Schwabbel-Babbel. Einer von uns hätte es fast gegessen… der andere hat sehr schnell beschlossen, dass Fasten auch kulturelle Erfahrung sein kann.

Nächster Programmpunkt: Hot Springs.

Taxi geschnappt, hingefahren, am Billig-Eingang abgesetzt (wir nehmen an, der Fahrer wusste, dass wir nicht nach „Wellness“ aussehen).

50 Baht Eintritt – dafür ein Handtuch, ein Lächeln und die Garantie, dass man sich in den nächsten 10 Minuten in Suppe verwandelt.

Becken:

40–42 Grad: „Ah, das ist angenehm.“

42–45 Grad: „Ist das der Weg ins Licht?“

Kaltbecken: „Gottseidank, ich lebe!“

Wir haben uns gefühlt wie Ravioli im Wechselbad.

Dann wollten wir All-You-Can-Eat-Hot-Pot essen.

Kurz vorher noch Einkaufen für die Zeit auf der Insel: Hong Thong ✔️ Ananassaft ❌

In drei Läden. Wahrscheinlich nationale Ananaskrise.

Also Mandarinensaft genommen, man muss flexibel sein.

Angekommen am Restaurant – es war einfach eine Baustelle.

Keine Menschen. Kein Essen. Nur Beton und die Träume der Vergangenheit.

Weitergezogen, bis wir ein kleines Café gefunden haben, das uns direkt ins Herz geschlossen hat – oder zumindest in die Fritteuse.

Gegessen haben wir:

Tealeafsalad

frittiertes Gemüse

Schwein mit dem Fettanteil eines ganzen Schweines

Alles sehr lecker, sehr knusprig und sehr günstig.

Fazit des Tages

Wir haben überlebt.

Wir wurden gekocht.

Wir haben fast Hühnerteile gegessen, die wir nie kennenlernen wollten.

Und wir haben für 16 Euro inklusive drei großen Bier zu Abend gegessen – da lacht das Urlaubsherz.

Ab ins Bett, Augen zu, fertig.

Die Suppe ist fertig
Die Suppe ist fertig
Hallöchen
Hallöchen
Fluss an der heißen Quelle
Fluss an der heißen Quelle
Tea leaf salad
Tea leaf salad